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Unbekannte Webers – des Marketeers Alptraum, des Designers Elixier

„Österreichs erstes und einziges Designlabel von internationalem Format seit Helmut Lang“, urteilte eine Modefachjournalistin über Weber + Weber. Und trotzdem fliegen Christian und Manuel Weber bis heute unter dem Radar der Öffentlichkeit. „Geheimtipp“ ist kein Marketing-Vokabel, sondern eine Tatsache, wenn man von Weber + Weber spricht. Wie schafft man es in Zeiten von Insta-Fame bloß, sich so dezent im Hintergrund zu halten?

„Wir haben unsere Karriere von Mailand aus gestartet“, beginnt Christian Weber Licht ins Dunkel zu bringen. Fast zwanzig Jahre hat der Österreicher dort verbracht; an der Seite von Persönlichkeiten wie Donatella Versace gearbeitet und beeindruckende Netzwerke in der italienischen Modeszene geknüpft. Statt dem „irgendwann bleib I dann dort“ kam allerdings das „irgendwann geh I dann ham“: „Der Ausstieg aus dieser atemlosen, schnellen und vergänglichen Welt war für mich wie eine Befreiung. Ich wollte wieder Zeit haben, Dinge zu entwerfen, die Saisonen überdauern“, erzählt Christian Weber. Und doch war für ihn klar: „Wenn wir unsere eigene Kollektion lancieren, dann suchen wir von Anfang an die Augenhöhe internationaler Marken.“ Also Mailand.

Prince Charles, Franca und die Webers

Ein von Prince Charles gestifteter Nachwuchs-Preis eröffnete den Webers zum Kick-Off eine einmalige Bühne: Eine von der legendären Vogue-Italia-Chefredakteurin Franca Sozzani kuratierte Laufstegpräsentation vor der internationalen Fashion Royalty. Kein Wunder, dass die Webers erst einen italienischen Agenten hatten, bevor das Heimatgeschäft ins Rollen kam. „Die Initialzündung in den deutschsprachigen Ländern entfachte Clemens Sagmeister von Sagmeister Der Mann. Weil er so begeistert war, öffnete er Türen bei Kollegen wie Braun Hamburg oder Lodenfrey in München“, erzählt Christian Weber.

Der Prophet im eigenen Lande

Bis ins Jahr 2020 – als die Webers privat und beruflich von Vorarlberg nach Wien umgezogen sind – funktionierte der Tarnkappenmodus der Webers ganz hervorragend. Während die Marke auf die stattliche Größe von 160 Händlern wuchs, nahm die österreichische Journaille immer noch wenig Notiz. Eine Sartoria im verstecktesten Palais Wiens zu eröffnen, sie nur auf Terminvereinbarung zu öffnen und statt sich dem gesellschaftlichen Leben hinzugeben immer fleißig zu arbeiten – Christian und Manuel Weber tun weiterhin alles, um unbehelligt zu tun, was sie gerne tun. Was des Marketeers Alptraum ist, entspricht dem Charakter der Webers ganz hervorragend. Dezent, zurückgenommen und understated, ja genau, wie die Mode der Webers es ist. Eine Offenbarung für den, der die subtilen Töne liebt. Und was, wenn die Webers jetzt die ganz großen Stars werden? „Dann bleiben wir trotzdem Weber + Weber“, lächelt Christian Weber verschmitzt.

 

 

 

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