Weil es Liebe ist… Weihnachtsgrüße aus der Weber+Weber Sartoria in Wien

„Wir lieben es, uns in Details zu verlieren.“

Christian und Manuel 

 

Weil es Liebe ist

Du wachst auf, blinzelst, durch das Fenster dringen die ersten Sonnenstrahlen. Wohlig willst Du Dich noch mal unter die Decke kuscheln, aber plötzlich bist Du hellwach: Wer ist dieser Typ und was macht er in Deinem Bett? So fahl wie der Geschmack in Deinem Mund ist die Erinnerung. Ein Swipe, ein Chat, ein Treffen, ein Lächeln, ein Glas zu viel.

Du wachst auf, blinzelst, durch das Fenster dringen die ersten Sonnenstrahlen. Wohlig kuschelst Du Dich noch mal unter die Decke, streckst Deine Hand aus. Verwuschelst Haare, die Du kennst, streichst über Haut, die Dich noch immer elektrisiert. Sein Blinzeln, sein Lächeln – es gibt kein schöneres Guten Morgen. Ein Gefühl der Vertrautheit, raumgreifend, unendlich.

Weil es Liebe ist. Weil wir verstanden haben, dass das kurze Glück nur ein schneller Rausch ist. Dass der Abschied von der Unverbindlichkeit wie eine Befreiung wirkt. Das langfristige Glück ist und bleibt das romantische Ideal. Verklärt, keine Frage, aber doch so erstrebenswert, dass Menschen in aller Welt nichts Größeres kennen.

Weil Mode eine Liebe ist

Das vor Augen, muss man sich doppelt wundern, wenn Mode angeboten wird wie der – pardon my french – nächste billige Fick. Immer noch ein neues Abenteuer, so günstig, dass man sich täglich daran ergötzen kann. Gekauft, benutzt, vergessen. Feilgeboten von Zuhältern, die weder Skrupel noch Zweifel kennen. Es werde „furchtbare soziale Konsequenzen haben“ findet etwa H&M CEO Karl-Johan Persson, würden die Menschen aufhören, zu konsumieren. Dass die Jobs der Fast Fashion in Schwellen- und Entwicklungsländern für wirtschaftlichen Aufschwung sorgen würden, ist dabei das Märchen, das die Nutznießer dieses Systems gerne erzählen. Doch ein Lohn, der bei weitem nicht die Lebenskosten abdeckt, ebnet keinem Menschen den Weg in die Freiheit. Im Gegenteil: Um diese Ungerechtigkeit zu zementieren, sind Repression und Machtgefälle unabdingbar.

Zwischen dem Jahr 2000 und 2014 hat sich die jährlich produzierte Menge an Textilien verdoppelt – auf mittlerweile über 100 Milliarden Stück pro Jahr. Aber jetzt kommt es erst: Die Verdopplung geschah bei gleichbleibenden Umsatzzahlen. Anders ausgedrückt: Der Wert dessen, was in ein Kleidungsstück fließt, hat sich in nur 14 Jahren halbiert. Weil aber weder die Rohstoffpreise noch die Margen für Groß- und Detailhandel geringer geworden sind, ist relativ klar, dass es andere Verlierer geben muss. Im Fall der Mode sind es Mensch und Umwelt gleichermaßen.
Was gilt es diesen unschönen Wahrheiten entgegenzusetzen? Verweigerung, die Antwort, die die FFF-Generation häufig gibt. Doch wie wesensfremd ist uns zölibatäre Enthaltsamkeit? Was macht unbefriedigtes Verlangen mit uns? Zum Priester der Konsumverweigerung werden folglich nur die wenigsten, das dauerhafte Glück mag auch ihnen nicht immer beschieden sein. Also weiter wie bisher? Nein, zurück zur Liebe!

Weil Liebe die Antwort ist

Liebe ist die Antwort. Das klingt unerträglich einfach, naiv, platt, romantisierend. Aber denken Sie an das eingangs beschriebene Bild. Wenn sogar im Privaten die Liebe die einzige Antwort ist, dann erlauben Sie sich einen Moment den Gedanken, Mode und Liebe hätten etwas gemein. Und plötzlich kommen Sie sich auf die Schliche: Sie kennen diese Liebe, Sie leben sie sogar. Jeden Morgen. Der Blick in einen gut sortierten, mit viel Achtsamkeit zusammengestellten Kleiderschrank, das ist ein Moment der Liebe.

Aktuelle Liebschaften, alte Beziehungen, Stücke, mit denen Sie feste emotionale Bände geknüpft haben, Teile, die sie mit Stolz und Zufriedenheit erfüllen. Das gute Material, das gekonnte Design, die langlebige Qualität – nichts davon ist, wie es die Mode ihnen so gerne suggerieren würde: von gestern, aus der Mode, nicht mehr im Trend. Und jetzt Hand aufs Herz. Bei welchem dieser Schätze haben Sie überhaupt über etwas so Endliches wie seinen Trendfaktor nachgedacht, als sie ihn erworben haben? Natürlich wagen Sie mal ein Experiment in Farbe oder Schnitt, aber trotzdem schleppen Sie niemanden in Ihr Schlafzimmer, den Sie nicht mögen. Ein bisschen Liebe muss also im Spiel sein – und ganz viel Stil. Denn die Liebe zu Ihrem Neuzugang im Kleiderschrank ist auch ein Kompliment an alles, was schon da ist. Der Stil, den Sie mit so viel Aufmerksamkeit und Individualität kreiert haben, die Persönlichkeit, die Sie über Jahre erschaffen haben. Das, was so salopp als Mode betitelt wird, ist in Wahrheit viel mehr als das. Es ist ein textiler Ausdruck dessen, was Sie als Mensch ausmacht, ein Indikator Ihres Bewusstseins, eine Ausdrucksform Ihres Charakters.

 

Weil Mode ihre Liebe ist

Erstaunlich, dass sich zwischen Ihrer Liebe für diese Mode und Weber + Weber so viele Parallelen ziehen lassen. Christian Weber, der allen Glamour der Modemetropolen hinter sich gelassen hat, um zu Hause etwas Tiefsinniges aufzubauen. Sein Lebensmensch Manuel, der für das Herzensprojekt seinen Beruf an den Nagel hing und sich mit Hingabe in ein neues Metier eingearbeitet hat. Angeleitet von der Liebe zu den schönen, unvergänglichen Dingen konnte Weber + Weber organisch wachsen, Freunde und Wegbegleiter finden, einen Schritt nach dem nächsten setzen. Doch kein Märchen ohne den Gegenspieler, der die Liebe auf eine harte Probe stellt. Slow Fashion wie die von Weber + Weber trifft auf eine Reihe von ganz besonders hässlichen Fratzen unserer Höher-Schneller-Weiter-Konsumgesellschaft. In einer Welt, in der jeder eigentlich alles hat, Überfluss eine moderne Pein ist und trotzdem alle gelangweilt von einer Experience zur nächsten hecheln. Der Wunsch nach Erlösung, nach echter Beziehung, wird oft genug vereitelt. Von denen, die durch Ernsthaftigkeit, Tiefe und Nachhaltigkeit zum Blick in den Spiegel genötigt werden.

 

Saturierte und doch getriebene Fashion People, die längst die Bodenhaftung verloren haben, sind, übernehmen in unserer Metapher die Rolle des Bösen. Wissend, dass ihre Macht schwindet, überdrehen sie das Rad auf ein letztes, verzweifeltes Mal. Ihre Suche nach Liebe wirkt grotesk: Im Bett mit mehreren hundert Marken gleichzeitig – es könnte ja die eine große Liebe darunter sein – verlieren sie sich in immer noch mehr Ware, immer noch früheren Saisonstarts und immer noch großzügigeren Rabatten. Nicht gerade die cleverste Art, richtig?

Weil Liebe immer ihren weg findet

Wie gut, dass das digitale Zeitalter neue Türen geöffnet hat: Die Marke und ihre Macher sind keine Götter in Medusenpalästen mehr. Sie sind nahbar, Menschen wie Du und ich, gesegnet nur mit einem besonderen Talent. Das besondere Talent der Webers ist keinesfalls, spätestens jedes halbe Jahr eine neue Welt zu erschaffen und die alte radikal für obsolet zu erklären. Das besondere Talent der Webers ist, ihrer Welt mit jeder Kollektion eine neue Liebeserklärung zu machen. Um diese Liebe in die Welt zu tragen, braucht es die alten Boten nicht mehr. Botschafter sind jetzt die, die Werte teilen. Läden, Agenten, Multiplikatoren – aber allen voran Menschen, die die Werte von Weber + Weber teilen. Sie lieben. Und ja, es ist eine Welt, die man nur lieben kann: Weil sie so viel Ursprünglichkeit birgt, weil sie mit Materialien und Formen spielt, die uns seit vielen Generationen begleiten. Weil sie einer Tradition huldigt, in der man nur durch Beständigkeit zur Meisterschaft kommt: Der Beiname Sartoria ist bewusst gewählt. Er ist eine tiefe Verbeugung vor dem Wissen und der Innovationskraft, die aus echtem Können entspringt. Liebe zum Material, Liebe zur Machart, Liebe zum Handwerk, Liebe zum Experiment. Diese Liebe kennt keinen Halbjahresrhythmus, mehr noch: Sie kennt gar keine Zeit. Außer die Ewigkeit.