Weber + Weber – Entschlüsselt

Kommt ein Vogel geflogen, setzt sich nieder – in Wien. Seit Anfang 2020 ist die österreichische Marke Weber + Weber im Wiener Palais Erzherzog Carl Ludwig ansässig. Davor hatten Christian und Manuel Weber, Gründer der Marke, ihr Zuhause in ihrer Heimat Vorarlberg. Das neue Nest der Webers passt zum Markenzeichen: Zwei stilisierte Blaumeisen, die zusammen das W von Weber + Weber ergeben. 

Auch die weiteren Erkennungsmerkmale der Marke gehen auf die Meisen zurück: „Wir haben der Blaumeise eine Feder aus ihrem Gefieder gezupft“, schmunzelt Christian Weber und zeigt die Feder, die viele Schriftstücke von Weber + Weber ziert. „Mit dieser Feder schreiben wir unsere Geschichten.“ Dass die Kleidungsstücke aus der Weber + Weber Sartoria seine eigene Geschichte erzählt, weiß jeder, der einmal das Atelier im Seitentrakt des Palais Erzherzog Carl Ludwig besucht hat und die beiden über ihre unvergänglichen Entwürfe hat schwärmen hören. „Mit zwei Kreuzstichen, die nur von Hand ausgeführt werden können, unterschreiben wir sozusagen jedes Kleidungsstück. Das subtile Erkennungsmerkmal drückt unsere Wertschätzung für die viele Handarbeit aus, die in jedem unserer Teile steckt“, erzählt Manuel Weber.

Weil zufriedene Kunden es weiterzwitschern

Die Kunde von dem außergewöhnlichen Slow Fashion Label aus Österreich verbreitet sich: Was 2015 als Gewinner des von Prinz Charles gestifteten Woolmark Prize auf einer von der legendären Fashionshow unter der Ägide der unvergessenen Franca Sozzani begann, hat ein Vögelchen dem anderen weitererzählt. So kommt es, dass Weber + Weber nur fünf Jahre später gut 160 Kunden zählt, darunter so klingende Namen wie Sagmeister Men in Bregenz und Feldkirch, Braun in Hamburg, Lodenfrey am Dom in München, Schnitzler in Münster, Trunk Clothiers in Zürich und London, Pesko in Lenzerheide, Michael Meyer in Kitzbühel und Sylt und viele andere mehr. Unter guten Händlern pfeifen es die Spatzen von den Dächern, dass mit den beiden Meisen gute Umsätze und wiederkehrende Käufer zu erwarten sind.

 

Die Endkunden der Weber + Weber Sartoria in Wien und des Onlineshops wirken als Multiplikatoren. „Unsere Sartoria ist nur nach Terminvereinbarung geöffnet, wir arbeiten ausschließlich mit persönlicher Beratung und nehmen uns Zeit für unsere Kunden. Ich bin glücklich über diese Begegnungen. Es kommen tatsächlich die Kundinnen und Kunden, von denen ich immer gehofft hatte, dass sie Weber + Weber tragen. Die KünstlerInnen, ArchitektInnen, UnternehmerInnen, bewusste und wertschätzende Kundinnen und Kunden“, freut sich Christian Weber über die erste Zeit der Sartoria in Wien. „Weber + Weber wird niemals ein Massenprodukt werden – das liegt schon in der Natur der Sache. Der von uns eigens entwickelte Stoff, Boiled Wool, ist weltweit einzigartig. Für diese moderne Version eines Lodenstoffes werden drei Meter Stoff in heißem Wasser auf einen Meter komprimiert. Das Ergebnis ist ein leichter, aber kompakter Wollstoff, der dehnbar und flexibel ist wie ein Pulli. Um diesen Stoff zu verarbeiten, braucht es sehr viel handwerkliches Können.“