Was zur Hölle ist eine Sartoria?

Sartoria ist italienisch und steht für Schneiderei.
Warum das Slow Fashion Label Weber + Weber diese Subline trägt und warum Christian und Manuel Weber in Wien eine Sartoria eröffnet haben - das Video löst es auf.  

 
„Sartoria ist italienisch und bedeutet Schneiderei“, bringt Christian Weber Licht ins Sprachdunkel. „Die gesamte Weber + Weber Kollektion wird in Italien in kleinen Handwerksbetrieben hergestellt. Einer der Betriebe, der besonders heraussticht ist die Firma Lombardelli, bei der wir unsere Blazer produzieren. Dort gibt es die Seniorchefin, Signora Lombardelli, die mit inzwischen über 80 Jahren immer noch an der Nähmaschine sitzt. Sie kann eben am besten den Ärmel in ein Sakko einsetzen.“
Weberweber 

Die Austro-Italiener

Christian Weber hat fast zwanzig Jahre in Italien gearbeitet, bevor er sich gemeinsam mit seinem Partner Manuel Weber gen Heimat aufmachte, eine eigne Modemarke zu gründen. Diese lange Zeit öffnet ihm heute Türen für eine Produktion, die komplett auf made in Italy fußt. „Wir leben mit unserer Konfektion eine große italienische Tradition weiter. Die Italiener haben die Schneiderkunst perfektioniert und oft erkennt man schon an einer Naht, dass sie mit besonderer Aufmerksamkeit, mit dem goldenen Händchen, gefertigt wurde.“ Diese Tradition mixen der Kärntner Manuel Weber und der Vorarlberger Christian Weber mit einem österreichischen Mindset, was Wertigkeit, Nachhaltigkeit und Beständigkeit betrifft.
Weberweber 

Alles, nur keine Masse

„Wir machen keine Massenproduktion“, sagt Christian Weber. „Für uns ist wichtig, die Menschen hinter der Bühne zu kennen, denn sie sind es, die den großen Unterschied machen bei einem Kleidungsstück.“ Ein Prinzip, das Weber + Weber mit seiner Sartoria für sich selbst fortschreibt: Denn in der Wiener Schneiderei im Palais Erzherzog Carl Ludwig kann man nicht nur die Mode, sondern auch die Webers inklusive Hund Emma kennenlernen. Der persönliche Kontakt zu ihren Kundinnen und Kunden ist den beiden Modemachern sehr wichtig. „Genau so fühlen wir uns am wohlsten: Bei der Arbeit, im Dialog mit jenen, die unsere Sachen tragen, ein bisschen versteckt und doch ganz nahbar.
Denn so ist Weber + Weber“, schmunzelt Christian Weber.