Weniger kaufen, mehr spüren – Slow Fashion by Weber+Weber

„Wir machen keine Mode“

 

Zahlen, die erschrecken

Wir konsumieren fünfmal mehr Bekleidung als noch 1980, der durchschnittliche Konsument kauft 68 Teile pro Jahr. Insgesamt kommt so die unvorstellbare Summe von 100 Milliarden Kleidungsstücken zusammen, die jedes Jahr produziert werden. Davon werden 20 Prozent gar nicht verkauft. Und selbst die Stücke, die in Schränken landen, werden im Durchschnitt nur sieben Mal getragen. Die mahnenden Worte von Klimaschützern verhallen ungehört – der Mode, insbesondere dem Discountsegment, wird weiterhin ein exponentielles Wachstum vorhergesagt.
Light jacket weber + weber
 

Es ist ein Privileg, Nein zu sagen

„Mein Ausstieg aus dem sich immer schneller drehenden Modekarussell war meine persönliche Antwort auf die Ohnmacht, die man angesichts solcher Zahlen empfindet. Ich wollte nicht mehr Teil einer Maschinerie sein, die jedes halbe Jahr die Welt neu erfindet und alles, was bis dahin geschehen ist, für nichtig erklärt. Ich wollte, dass die Dinge, die wir machen, Bestand haben“, erzählt Christian Weber. Der Rest ist Geschichte – Geschichte der Marke Weber+Weber, die das Bekenntnis zu Slow Fashion in ihren Grundfesten verankert hat.
 
Light Travel Gilet

Weniger kaufen, mehr spüren

Doch Weber+Weber ist nicht nur die Antithese zu ohnmächtigem Konsum. „Wir lieben es, die Geschichten hinter unseren Produkten zu erzählen. Wenn man erfährt, dass ein Stoff wie unser Travel drei Jahre Entwicklungszeit gebraucht hat und so aufwändig zu produzieren ist, dass es niemand anderer geschafft hat, ihn zu kopieren geschweige denn Sakkos daraus zu schneidern, dann bekommt dieses Stück einen ganz anderen Wert. Doch Bekleidung ist nicht Ratio allein: Auch die Gefühle, die unsere Qualitäten auslösen, sind ein wichtiger Teil der Kaufentscheidung. Weniger kaufen, mehr spüren lautet daher unsere Ermutigung an alle Kundinnen und Kunden“, so Christian Weber
 

Slow Fashion in der Sartoria Wien

Die Zeit zwischen den Saisonen ist ideal, mit dem Blick eines Profis auf die eigene Garderobe zu schauen. „Wir arbeiten in der Weber+Weber Sartoria in Wien ausschließlich auf Termin. Nicht weil wir elitär sind, sondern weil wir den Kundinnen und Kunden die Zeit geben wollen, bewusst und überlegt zu kaufen“, erklärt Christian Weber. „Mein persönliches Ziel heißt mindestens #30wears.“ Dieser Hashtag wird auf Social Media verwendet, um deutlich zu machen, dass man ein Produkt mit Stolz immer wieder trägt. Zu sehen, dass unsere Produkte lange getragen werden, macht mich zufrieden“, so Christian Weber.