Beyond season, beyond gender, beyond age – Weber + Weber

„Wir lassen uns durch Saisonen genauso wenig einschränken wie durch Geschlechterrollen.“

 

Das alles lassen wir hinter uns

Wer steckt schon gerne in Schubladen? Wer ist schon gerne Stereotyp? Wer lässt sich gerne Vorschriften machen? Niemand! „Als Designer habe ich jahrelang Klischees bedient, war dem Diktat der Saisonen unterworfen und habe gezittert, ob das, was wir entworfen haben, als Trend anerkannt wird. Ein total verrücktes Hamsterrad, aus dem es für mich irgendwann nur noch einen Weg gab – nämlich den Ausstieg“, erzählt Christian Weber über seinen Werdegang. Kein Wunder also, dass sich Weber + Weber als Marke versteht, die all diese Einschränkungen hinter sich lässt. „Ich brauche solche Schubladen nicht, um zu sortieren, was mir gefällt oder nicht. Wir haben einen bestimmten Stil, der aus einer Überzeugung entspringt. Ich finde, das reicht“, macht Christian Weber deutlich.
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Beyond season, beyond gender, beyond age

Kleidung, die eine Haltung zum Ausdruck bringt, muss erst einmal eine haben. Weber + Weber hat seine Grundsätze im Manifesto niedergeschrieben. Jedes Stück in der Kollektion entspricht diesen Werten. „Das spannende ist: Erstmals in der Modegeschichte sind die Konsumentinnen und Konsumenten viel weiter als der Inner Circle der Modewelt. Während die sich noch an alte Regeln klammert, haben die Menschen diese schon längst hinter sich gelassen. Menschen, die Weber + Weber tragen, fragen nicht danach, für welche Saison dieses Stück geplant war oder welchem Trend es folgt. Sie wollen wissen, woher es kommt, wie es gemacht ist und wofür es steht“, schildert Christian Weber seine Eindrücke.
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Ein stiller Wandel

„Ich habe eine geheime Leidenschaft für Modehistorie. Aus diesem Blickpunkt ist der aktuelle Wandel von der trendgetriebenen Mode zur produktgetriebenen Bekleidung höchst faszinierend. Denn bisher passierte der Wandel in der Mode immer laut. Man denke an Bewegungen wie Punk oder die Befreiung der Frau aus dem Korsett, das waren echte Revolutionen. Diesmal ist es ein stiller Abschied: Irgendwann beschließen diese Menschen, dass sie kein Fashion-Victim mehr sein wollen. Sie sind den Zirkus Leid, in dem nicht sie, sondern irgendein Designerego an erster Stelle stehen. Drehen sich um und gehen“, staunt Christian Weber. „Ich bin fest davon überzeugt, dass Marken wie Weber + Weber für eine neue Ära stehen. Ich bin Designer, kein Gott. Ich diktiere nichts. Ich stelle mein Wissen und mein Handwerk zu Diensten.“ Und alles andere? „Hab ich hinter mir gelassen.“
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